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Rezension zu Solo – A Star Wars Story

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Rezension zu

Solo – A Star Wars Story

 

Genre: Science Fiction / Phantasy

Laufzeit:  135 Min. FSK: ab 12 Jahren

Verleih: Lucasfilm / Walt Disney

Regie: Ron Howard (Willow; Apollo 13; Dan Brown: Illuminati – Inferno)

Drehbuch: Lawrence Kasdan (Das Imperium schlägt zurück; Jäger des verlorenen Schatzes; Bodyguard); Jonathan Kasdan (Dawsons Creek) basierend auf den Figuren und Motiven von George Lucas

Produzenten: Kathleen Kennedy (E.T.; Hook; Rogue One; Die letzten Jedi); Simon Imanuel (Rogue One); Will Allegra (21 & 22 Jump Street; The LEGO Movie); John Swarz (Das Erwachen der Macht; Rogue One); Susan Towner (Das Erwachen der Macht; Rogue One); Allison Shearmur (Cinderella; Nerve; Rogue One); Rob Bredow; Jonathan Kasdan

Kamera: Bradford Young (Selma; Arrival)

Musik: John Powell (Jumper; Hancock)

Special Effects: ILM (ALLE bisherigen Star Wars – Filme)

Darsteller: Alden Ehrenreich (Blue Jasmine; Hail Cesar!; Regeln spielen keine Rolle)…Han Solo

Woody Harrelson (Natural Born Killers; Three Billboards Outside Ebbing, Missouri)…Beckett

Emilia Clarke (Game Of Thrones; Terminator: Genisys; Ein ganzes halbes Jahr)…Qi’ra

Joonas Suotamo (Die letzten Jedi)…Chewbacca

Donald Glover (Atlanta; Spider-Man: Homecoming)…Lando Calrissian

Thandie Newton (Mission Impossible 2; L.A. Crash; Westworld)…Val

u.v.a.

Rund 13 Jahre vor Beginn des “Krieg der Sterne“: Der Kleinganove Han träumt davon, mit seiner Freundin Qi’ra aus dem Moloch seines vom Imperium unterjochten Heimatplaneten Corellia entfliehen zu können. Mit einem letzten größeren Coup hofft er, dies zu ermöglichen.

Wie bei allen Rezensionen gilt auch hier: beim Weiterlesen sind kleine Spoiler möglich, aber entscheidende Dinge werden natürlich nicht verraten.

Als dieser jedoch scheitert ist Han gezwungen, auf anderem Wege zu entkommen. Durch ein Missgeschick von seiner ersten großen Liebe getrennt, versucht er alles zu unternehmen, um ein Raumpilot zu werden und so mit einem Raumschiff auf den unseligen Planeten zurückkehren und Qi’ra zu sich holen zu können. Doch dies stellt kein leichtes Unterfangen dar, wie er bald feststellen wird.

Es wurde viel geunkt um die Entstehung dieses zweiten “Star Wars“-Spin-Offs. Die ursprünglichen Regisseure mussten wegen der üblichen “kreativen Differenzen“ ihren Hut nehmen; es war von “desaströsen schauspielerischen Leistungen“ seitens des Hauptdarstellers die Rede und das er dieser ikonischen Rolle nicht gewachsen wäre. (Ein Vorwurf, den sich -unter anderen-bereits Daniel Craig während der Dreharbeiten zu “James Bond 007 – Casino Royale“ gefallen lassen musste! )
Um es kurz zu machen: “Solo – A Star Wars Story“ ist rasanter Abenteuer-Sci-Fi, der einerseits ein wenig Fanservice bietet, aber auch an neuen Schauplätzen durchaus den Witz und die Leichtigkeit, aber auch die märchenhafte Dramatik der Ur-Trilogie wiederaufleben lässt. Ein Umstand, den die bisherigen neuen Teile der Saga, als auch der erste Spin-Off-Film “Rogue One“ nur bedingt erbringen konnten.

Dies ist zum Großteil -neben dem routinierten Regisseur Ron Howard (in Tradition des ebenso routinierten “Imperium schlägt zurück“-Regisseurs Irvin Kershner) “Star Wars“-Traditionsdrehbuchautor Lawrence Kasdan (besagter “Imperium“-Teil / “Die Rückkehr der Jedi Ritter“ / “Das Erwachen der Macht“) zu verdanken, dessen Langzeit-Lieblingsprojekt “Solo“ war. (Unter der Bedingung, dass dieses Drehbuch bald verfilmt wird hatte er überhaupt erst das für Episode VII geschrieben!)
Er schafft es, zusammen mit seinem Sohn, das alte Gefühl für die Saga (die nach wie vor als Weltraummärchen gesehen werden sollte – nicht als Bibelersatz!) beim geneigten Zuschauer wieder hervorzurufen.

Hauptdarsteller Alden Ehrenreich macht seine Sache -allen Zweifeln im Vorfeld zum Trotz- ebenfalls gut. Weder versucht er Harrison Fords Darstellung aus vier vorhergehenden Filmen zu kopieren, noch stellt er ihn zu eigenständig dar. Vielmehr schafft er es mit kleinen Gesten und dem zeitweise typisch aufblitzenden Han Solo-Humor -vor allem im Zusammenspiel mit Chewbacca- eine solide jüngere und optimistischere Version dieser altbekannten Figur abzuliefern. Als deutschsprachiger Zuschauer bekommt man noch eine besondere Dreingabe in Form der Synchronstimme Florian Clydes geboten. Dessen Stimme klingt Harrison Fords Stamm-Synchronsprecher Wolfgang Pampels zum Verwechseln ähnlich und trägt hierzulande einiges zur Autenzität der Figur bei.

Mancher Anhänger der Saga mag Disney bzw. Lucasfilm einen Ausverkauf des Franchise “Star Wars“ vorwerfen. Lucas selbst hat allerdings mit der Ur-Trilogie und dem zugehörigen Merchandise (Figuren / Bücher / Comics / Hörspiele / Zeichentrick-, Animationsserien / Real-Spin-Offs fürs TV) selbst diese Art von Vermarktung angestoßen. Fest steht, das jede Generation ihren Lieblings-“Star Wars“-Film bzw. ihre -Trilogie ihr Eigen nennt und das diesem Umstand nur schwer etwas entgegenzusetzen ist. Gezwungen, sich einen neuen Film aus diesem Universum anzuschauen ist niemand. Insofern erübrigt sich eigentlich jedwedes herabwürdigen der Saga an sich.

Fazit: “Solo – A Star Wars Story“ ist ein solider Sci-Fi-Action-Film ohne Längen, sogar mit einigen Ecken und Kanten, der 135 Minuten gute und mit sehenswerten (rechtzeitig fertiggestellten!) Special Effects ausgestattete Kinounterhaltung zu bieten hat; nicht mehr und nicht weniger. Und für einen Spin-Off ist dies mehr als ausreichend und keineswegs selbstverständlich.

“Solo – A Star Wars Story“ läuft seit dem 24. Mai in den hiesigen Lichtspielhäusern.

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